Segneri, Paolo:
Incredulus non excusabilis Liber. In quo demonstatur, Non posse non cognoscere, Quae sit Vera Religio, Quisquis Eam vult cognoscere. Ex Italico, superiorum, et ipsius authoris voluntate latinum reddidit R. P. Maximilianus Rassler. Mit 1 gest. Frontispiz von Leonhard Heckenauer nach Johann Heiß.
Bestellnummer: 8562
Preis: 280,00€
Autor: Segneri, Paolo:
Titel: Incredulus non excusabilis Liber. In quo demonstatur, Non posse non cognoscere, Quae sit Vera Religio, Quisquis Eam vult cognoscere. Ex Italico, superiorum, et ipsius authoris voluntate latinum reddidit R. P. Maximilianus Rassler. Mit 1 gest. Frontispiz von Leonhard Heckenauer nach Johann Heiß.
Ort: Dillingen, Joh. Caspar Bencard 1696.
6 Bll., 670 S. 4°. Schweinsledereinband d. Zt. auf Holzdecken und 3 Bünden, beide Deckel mit blindgepräg., ornamentalen Rahmenaufbau durch Rollen- und Stempelprägung und ornamentalem Mittelstück sowie 2 Schießen.
VD17 12:112890Y. - Bautz IX, Sp. 1316-1320. - Erste Ausgabe in der Übertragung ins Lateinische von Maximilian Rassler. - Spätwerk von Paolo Segneri, das erstmals unter dem Titel "L'incredulo senza scusa" 1690 in Venedig in italienischer Sprache erschien. - Paolo Segneri (1624-1694) war ein bedeutender italienischer Jesuitenprediger, Missionar und aszetischer Schriftsteller. Er war eine Koryphäe unter den Kanzelrednern. Seine Fastenpredigten wurden besonders von Kardinal Antonio Pignatelli, dem späteren Papst Innozenz XII., sehr geschätzt, der ihn 1692 bat, vor der Römischen Kurie zu predigen. 26 Jahre war der Jesuit Giovanni Pietro Pinamonti Segeneris Gefährte. Seine Schriften gelten als Klassiker des italienischen Barocks. Die Italiener stellen ihn neben Bernhardin von Siena und Louis Bourdaloue. Er beeinflußte die ostkirchliche Theologen in der Sakramentenlehre und betonte als gegenreformatorischer Theologe die menschliche Freiheit in Gnaden und Morallehre (Probalilismus) und bekämpfte als erster in Italien den Quietismus des Molino (Lex. f. Theologie und Kirche, 3. Aufl., Bd. 9, Sp. 399). - Ins Lateinische übertragen von dem Jesuiten Maximilian Rassler (1645-1719; er stammte aus Waldsee, 1676-1685 Professor für scholastische Theologie in Ingolstadt, 1685-1700 Professor für scholastische Theologie in Dillingen, Kanzler, 1700 Professor für Kirchenrecht in Innsbruck). - Einband etwas angestaut, der hintere Deckel stärker betroffen. Der Rücken mit marmor. Papier bezogen und mit handschriftl. Rückenschild. Innen durchgehend etwas stock- oder braunfleckig. Das Titelblatt mit kleiner handschriftl. Notiz. Die fliegenden Vorsatzblätter fehlen. - Im Gesamteindruck gut erhaltene Ausgabe.