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Becker, Elise:

Der städtische Haushalt. Ratgeber für junge Frauen und Jungfrauen.

Bestellnummer: 8937
Preis: 180,00€
Autor: Becker, Elise:
Titel: Der städtische Haushalt. Ratgeber für junge Frauen und Jungfrauen.
Ort: Hannover, Nordische Verlagsanstalt O. Goedel 1885.
VIII, 279 S. 8°. HLdr. d. Zt.
Weiss 275. - Erste Ausgabe, selten. - Erschien in einer zweiten Auflage um 1890 in Leipzig unter dem Titel "Die sparsame und praktische Hausfrau" (Weiss 276). - "Der städtische Haushalt, den ich hiermit der Öffentlichkeit übergebe, verfolgt in erster Linie den Zweck, junge Hausfrauen der höheren Stände und des wohlsituierten Mittelstandes, denen Haushaltungen in der Stadt unterstellt sind, möglichst unabhängig in wirtschaftlichen Dingen zu machen und sie in den Stand zu sehen, allen hauswirtschaftlichen Angelegenheiten gerüstet entgegen zu treten. Allerdings haben diese meine theoretischen Unterweisungen nicht den Wert, als wenn meine Leserinnen auf Grund praktischer Anleitung sich Kenntnisse in der Wirtschaft erwerben, indessen ist zu beachten, daß unsere moderne Zeit und Erziehung im allgemeinen solcher praktischen Unterweisung wenig geneigt ist, so daß viele junge Damen in die Ehe treten, ohne im mindesten befähigt zu sein, ihren Pflichten als Hausfrauen zu genügen. Die trägen und gleichgiltigen überlassen dann wohl die Führung ihres Haushaltes getrost ihren Dienstboten, während die innerlich tüchtigen eifrig bestrebt sind, das Versäumte nachzuholen und ihre Kenntnisse in wirtschaftlichen Dingen zu bereichern. Für diese besonders ist dies Buch geschrieben" (aus dem Vorwort). - Mit Kapiteln zum Einrichten der Wohn- und Wirtschaftsräume, über Leinenzeug und Betten, die Dienstboten, die Wäsche, das Einkaufen und aufbewahren von Lebensmitteln, die sparsame Einrichtung der tägl. Mahlzeiten und mit einer Einführung zur Kochkunst mit Kochrezepten (S. 150-246), über das Einmachen von Früchten und Gemüse sowie über das Einschlachten, Einpökeln, Wurstmachen und das Seifekochen. - Ein Grund, warum vorliegende Ausgabe so selten im Handel vorkommt, könnte auch an den damaligen hohen Preis gelegen haben (brosch. 3 M., elegant gebunden 4 M.), wie es in einer Anzeige zu lesen ist und in der der Verleger O. Goebel selbstsicher schreibt: "Handlungen, welche noch nicht bestellten, bitte ich zu verlangen. Das Buch ist nur für wohlhabende und vornehme Kreise berechnet" (siehe Börsenblatt f. d. Dt. Buchhandel, Nr. 112, 18. Mai 1885, S. 2360). - Einband gering berieben und bestoßen. Erstes und letztes Blatt etwas fleckig. - Insgesamt von sehr guter Erhaltung. - Selten.