Milde, C[arl] J[ulius]:
Der Todtentanz in der Marienkirche zu Lübeck. Nach einer Zeichnung von C. J. Milde, mit erläuterndem Text von W. Mantels. Zweite Auflage. Mit 8 lithogr. Tafeln (Blatt: ca. 30 x 47 cm; Darstellung: ca. 17,5 x 34 cm) von C. J. Milde nach Bernt Notke. Druck bei H. G. Rahtgens, Lübeck.
Bestellnummer: 8947
Preis: 980,00€
Autor: Milde, C[arl] J[ulius]:
Titel: Der Todtentanz in der Marienkirche zu Lübeck. Nach einer Zeichnung von C. J. Milde, mit erläuterndem Text von W. Mantels. Zweite Auflage. Mit 8 lithogr. Tafeln (Blatt: ca. 30 x 47 cm; Darstellung: ca. 17,5 x 34 cm) von C. J. Milde nach Bernt Notke. Druck bei H. G. Rahtgens, Lübeck.
Ort: Lübeck, v. Rohden 1868.
Quer-Imperial-Folio. 8 Lithographien u. 14 S. (7 Bll.) lose zusammen in schlichtem Pp.-Umschlag der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts mit kleiner Vignette (Ansicht von Lübeck) von Alfred Mahlau.
Pieske, Christa: "Der Lübecker Totentanz in der Graphik" in Der Wagen 1968, S. 98ff. - Zweite Ausgabe der Weihnachten 1865 zuerst erschienenen Kreidelithographien von Carl Julius Milde, die den Totentanz Bernt Notkes in der Wortmannschen Kopie von 1701 in St. Marien wiedergeben. - Carl Julius Milde (1803-1875) war Schüler der Dresdener und Münchener Akademie, 1826 und 1830-32 in Rom im Kreis der Nazarener und seit 1838 in Lübeck tätig. Er war Begründer und erster Konservator der Altertümersammlung, Kunstforscher, Entdecker und Bewahrer zahlreicher mittelalterlicher Kunstwerke und gilt als der erste Lübecker Denkmalpfleger (ADB 21, S. 737ff). - "1852 restaurierte er den Totentanz in der Marienkirche, reinigte und firnißte ihn und legte mit dieser intensiven Beschäftigung den Grundstock für die graphische Reproduktion, die alles bisher gewesene in den Schatten stellen sollte. Mit der fundierten Einleitung von Professor Wilhelm Mantels, der sich kritisch mit der Bildgeschichte und den Texten auseinandersetzte, konnte zu Weihnachten 1865 ein gewichtiger Bildband vorgelegt werden"... "Mantels führte zur Mildeschen Kopie aus, daß dieser den Totentanz so wiedergegeben habe, wie er ihn sehen konnte. Es ist also die Todesgestalt und der Herzog ausgelassen worden, die bei der Türerweiterung 1799 herausgeschnitten wurden". Nach Pieske hat Wilhelm Schimmelbusch (1836-1903) die Steinzeichnungen nach den Kopien von Milde angefertigt. - Umschlag mit kleinen Einrissen am Rand, der hintere mit kleinem Ausriß in oberer rechter Ecke. Textblätter sehr gering fleckig. Die lithogr. Tafeln etwas stockfleckig, wenig in der Darstellung, meist rückseitig und im weißen Rand. Die Tafeln in Zweiergruppen mit kleinem Leinenstreifen der Zeit verbunden. - Seltene Totentanz-Folge, von der Pieske insgesamt nur vier Exemplare (davon nur eines der 2. Aufl.) in Sammlungen nachweisen konnte (Stand 1968).