Biblia germanica. Testamentum novum. -
Die heiligen Schriften des Neuen Testaments, übersetzt und nach der fünften Ausgabe mit zugefügten Sach-Parallelstellen und grundtextlichen Abweichungen neu revidirt von Leander van Eß [auch Johann Heinrich van Eß]. Siebente, rechtmäßige (nach der neunten in klein 8.) Auflage. Mit Kupfern. Mit 36 handkolor. Kupfertafeln überwiegend von und nach A. Gabler, jedoch auch von C. W. Bock, J. Nussbriegel, Vogel junior u.a.
Bestellnummer: 9480
Preis: 480,00€
Autor: Biblia germanica. Testamentum novum. -
Titel: Die heiligen Schriften des Neuen Testaments, übersetzt und nach der fünften Ausgabe mit zugefügten Sach-Parallelstellen und grundtextlichen Abweichungen neu revidirt von Leander van Eß [auch Johann Heinrich van Eß]. Siebente, rechtmäßige (nach der neunten in klein 8.) Auflage. Mit Kupfern. Mit 36 handkolor. Kupfertafeln überwiegend von und nach A. Gabler, jedoch auch von C. W. Bock, J. Nussbriegel, Vogel junior u.a.
Ort: Sulzbach, J. E. Seidel und bei Hofagent Tyroff in Nürnberg 1819.
8 Bll., XLIV, 504 S., 4 Bll. 8°. HLdr. d. Zt. mit goldgepräg. Rücken und rotem RSchild sowie marmor. Innenspiegeln.
Sehr schöne, mit 36 handkolor. Kupfertafeln illustrierte Ausgabe des Neuen Testaments in der Übersetzung aus der Vulgata des Benediktinermönchs und katholischen Theologen Leander van Eß (1772-1847; Taufname Johann Heinrich van Eß) zusammen mit seinem Vetter Karl van Eß. - Der junge westfälische Geistliche Leander van Eß, ein Aufklärer zu Beginn des 19. Jahrhunderts, erkannte sein Lebensziel darin, die Bibel im katholischen Volk in möglichst klarer deutscher Übersetzung zu verbreiten, obwohl seit Jahrhunderten refrainartig erlassene päpstliche Verbote, die Bibel zu lesen, zum Alltag eines katholischen Gläubigen gehörten. Der Erstdruck seines NT erschien bei Friedrich Vieweg in Braunschweig 1807. - Obwohl van Eß in hohen katholischen Kreisen zahlreiche Fürsprecher hatte und Approbationen von mehreren Bistümern und katholischen Fakultäten vorlagen, wurden seine Werke 1821 auf den Index der verbotenen Bücher (d.i. Index librorum prohibitorum) gesetzt und erst wieder 1826 nach textlichen Anpassungen in seinem NT durch eine Approbation des bischöflichen Generalvikariats in Bruchsal zugelassen. - Sehr starke Verbreitung erfuhr das Werk auch durch Unterstützung der Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft. Der Verleger Johann Esaias von Seidel nennt in vorliegender 7. Auflage auf dem letzten Blatt der Ausgabe eine Gesamtzahl der verbreiteten "Eßischen Neuen Testamente" in verschiedenen Formaten und auf unterschiedlichen Papieren von 275.891 Exemplaren. Nur ein sehr kleiner Teil der 7. Auflage waren mit Kupferstichen illustriert, von denen wiederum nur ein Teil handkoloriert wurden. Die nicht illustrierte 7. Auflage erschien statt mit dem Vermerk "Mit Kupfern" mit dem Vermerk "Mit stehender Schrift" und enthielt auch nicht wie vorliegende die Abhandlung von van Eß "Gedanken über Bibel und Bibellesen" (XLIV S.; siehe als Vergleich das Exemplar im Priesterseminar Bamberg, Sigel Bb 23). Die Kupferstiche im schönen Kolorit, gebunden zu den entsprechenden Bibelversen, einige in der Platte mit "1819" datiert (Nrn. XXI, XXII u. XXVII). - "Die Übersetzung, möglichst klar und schlicht gehalten, kann noch heute stellenweise trefflich benutzt werden" (RGG² 2, Sp. 374; siehe auch BBKL² 1, Sp. 1544f. - ADB 6, S. 378f - NDB 4, S. 656). - Einband nur sehr gering berieben, Ecken leicht bestoßen. Innen nur sehr vereinzelt gering stockfleckig, die Kupferstiche kaum betroffen. - Im Gesamteindruck sehr schöne Ausgabe. - In dieser Ausgabe sehr selten.