Wacik, Franz (Künstler):
Die Geschichte vom Doktor Eisenbart. Ein altes Volkslied mit Bildern von Franz Wacik. Mit 1 illustr. Titel, 7 Textabb. und 8 ganzs., farb. Illustrationen von Franz Wacik.
Bestellnummer: 9651
Preis: 480,00€
Autor: Wacik, Franz (Künstler):
Titel: Die Geschichte vom Doktor Eisenbart. Ein altes Volkslied mit Bildern von Franz Wacik. Mit 1 illustr. Titel, 7 Textabb. und 8 ganzs., farb. Illustrationen von Franz Wacik.
Ort: Mainz, Jos. Scholz [1925].
8 nn. Bll. Quer-Kl.-4° (16,8 x 25,5 cm). OHLwd. mit farb. illustr. VDeckel von F. Wacik. (= Scholz' Künstler-Bilderbücher, Nr. 332).
Nicht bei Wegehaupt. - Nicht bei Seebaß. - Erste [und einzige] Ausgabe, sehr selten. - Makabres Bilderbuch, dass das Spottlied (Studentenlied um 1800) auf den fahrenden Wundarzt Johann Andreas Eisenbarth (1663-1727; ADB 48, S. 301ff) nutzt. Sein prahlerisches Auftreten auf den Märkten, trug ihm den Ruf eines Kurpfuschers ein. Sein Name wurde unverdient zum Sinnbild für rauhe Kuren mit tragischen Ausgang. So enden auch hier alle 6 Bildergeschichten tödlich und werden durch die farbenfrohen, rüden Bilder des österreichischen Künstlers Franz Wacik (1883-1938; siehe Doderer 3, S. 752f, ohne Nennung dieser Ausgabe bei "Werken:") illustriert. Im Gegensatz zu seinen bekannten, fein gezeichneten Jugendstil-Illustrationen, nun die Farbillustrationen holzschnittartig und flächig, die Textabbildungen als Schattenrisse ausgeführt. - Die Seltenheit der Ausgabe weist darauf hin, daß sie sich, in der Reihe "Scholz' Künstler-Bilderbücher" erschienen, weder als Kinderbilderbuch noch als künstlerisches Bilderbuch durchsetzen konnte und keinen Absatz fand, den im deutschsprachigen Raum ist nur ein einziges Exemplar in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig (Digitalisat, Sign. 1925 B 745; Quelle KVK) bekannt, jedoch mit dem Vermerk "Exemplar nicht verfügbar". - Datierung nach der Verlagsanzeige von Schulz für die "Weihnachts-Neuigkeiten 1925" im "Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel" (92. Jg., Nr. 260, 6. Nov. 1925). - Einband etwas angestaubt, etwas bestoßen, die Klammerheftung gering gerostet. Innen durchgehend papierbedingt gleichmäßig leicht gebräunt. Titelblatt mit der alten Preisauszeichnung von 1,25 Rm mit Bleistift. - Insgesamt von guter Erhaltung. - Wohl eines der seltensten Werke aus der Reihe "Scholz' Künstler-Bilderbücher".